"Dritte Sonnenblume links"

Musicalstar wäre Rosa Echte gerne geworden. Glück in der Liebe hätte sie auch gerne gehabt.
Dass sie nicht auf der Bühne gelandet ist, sondern in der Gastronomie, damit kommt Rosa gut zurecht. Aber jetzt, mit knapp fünfzig, ist Rosa arbeitslos. Und ihre letzte große Liebe hat sie um ihr Geld und ihre Ausgeglichenheit gebracht. Rosas Tochter Tanja ist nicht nur eben volljährig geworden, sondern auch schwanger. Und will kein Abitur machen, sondern lieber als Straßendichterin auf Berliner Boulevards oder in der U-Bahn wirken. Diese Form von Ich-AG finden alle ziemlich gewagt, nur Tanja nicht.

In dieser ausgeruhten Situation lernt Rosa den abgehalfterten Schlagersänger Edwin Sunray kennen. Edwin ist die verwitwete, trauernde Hälfte eines ehemals berühmten Schnulzenduos. Edwin ist bissig, depressiv und schwul und sucht eine Haushälterin, Rosa sucht eine Stelle. Was passiert also, wenn zwei Tiefdruckgebiete aufeinander stoßen?

Es knallt so, dass von den Wolken fast nichts mehr übrig bleibt.
Die energievolle Rosa, die gewohnt ist, sich selbst immer wieder an den Haaren aus Krisen herauszuziehen und der melancholisch-zickige Edwin werden fast widerwillig zu Freunden. Zu diesem Personenkreis mit Schrägfaktor gehört auch unbedingt Rosas Freundin, die Toilettenfrau Anastasia Pachulke. Sie hält sich für die letzte Zarentochter.

Wenn Anastasia Pachulke, Chefin der Gästetoilette vom Prominentenlokal "Goldwasser" behauptet, sie sei die letzte noch lebende Zarentochter, sagt man ihr stets, dass das rechnerisch nicht stimmen kann. Denn dann müsste sie über hundert sein und sie ist knapp siebzig. Aber, wie sagt die Berliner Klofrau? "Wenn man blaues Blut in den Adern hat, denn is der Rest Marginaljen!"
Ihre beste Freundin Rosa Echte akzeptiert die Zarensaga, ebenso wie Edwin.

Als Edwins noch nicht ganz stabile Seelenlage durch eine perfide Betrügerin ins Wanken gerät, greifen Rosa und Anastasia mit unkonventioneller Auffassung von Recht und Ordnung ein und retten Edwin das Leben. Und durch Edwin, die mürrische Fortuna, lernt Rosa einen Mann kennen, der nicht schwul ist ...

*

"Ein humorvoller und anrührender Roman-Krimi zwischen kleiner Gemeinheit und großem Herzen" Helmut Herles, General Anzeiger Bonn

Lesermeinungen & Bestellen

 

 

 

"Sternschnuppensommer"

Zilli Kuhl verkauft in Bonn Lebensmittel und kümmert sich um die zwei kleinen Kinder ihrer stets alkoholisierten Schwester. Darüber redet Zilli oft mit ihrer Freundin Claire Sandmann, einer chaotischen, aber liebenswerten jungen Lehrerin. Eines Tages ist Zilli auffällig verstört, findet Claire. 

Wenig später ist Zilli mitsamt den Kindern einfach verschwunden, ein Zettel klebt am Laden: "Käufer gesucht". Niemand weiß, wo Zilli Kuhl steckt.
Claire Sandmann rätselt vergeblich und fährt erst einmal in Urlaub zu ihrer weisen alten Malerfreundin, die in Frankreich ein Landhaus besitzt. Ein Haus wie eine gemalte Idylle von Claude Monet, in der Nähe der herrlichen französischen Schlösser; an der Loire.
Für Claire könnte es der schönste Sommer ihres Lebens werden, ein Sommer voller Sternschnuppen eben: Naturidyll und fast nur nette Menschen – bis auf jenen rätselhaften Tierarzt, der nur Hunde an sich heranzulassen scheint. Ehe Claire es sich versieht, befindet sie sich in einem Chaos der Gefühle, gegen das ihr deutsches Alltagsdurcheinander ein Klacks ist. Und um die Situation noch zu verschärfen, taucht plötzlich Zilli Kuhl in Frankreich auf – die zwei Kinder im Schlepptau, einen rachsüchtigen Kriminellen im Nacken und Todesangst im Blick ...

*

Dazu die Westdeutsche Allgemeine Zeitung:

"Was uns Christine Vogeley mit Lust lesen lässt? Dass sie dem Komischen einen Trauerrand auftupft – und vor allem umgekehrt. Da schreibt eine, die die Menschen liebt. Besonders die schrägen, wovon ihre Romane eine höchst sympathische Menge verzeichnen. Es sind Romane gegen das große 'Es - geht - nicht - weiter'."

Lesermeinungen & Bestellen

 

 

 

Melonentango"Leni, Susanna und Molly Melone"

"Melonentango" (überarbeitete Neuauflage des Romans "Leni, Susanna und Molly Melone")

Jeannette, die Jüngste, ist breit und unansehnlich und kann sich selbst nicht leiden. Aber sie hat eine wundervolle Stimme. Als die beiden Kölner Künstler Felix und Bernie sie entdecken, ahnt noch keiner, dass Jeannette eines Tages das Publikum in einem gelben Melonenkostüm zu standing ovations hinreißen wird. 

Und sie selbst wird beim Blick in den Spiegel plötzlich eine gute Freundin entdecken.

Die ältere Schwester Susanna ist schön, trägt aber seit Kindertagen einen Eiswürfel in der Seele. Einen Eiswürfel, an dem die Mutter Leni nicht ganz unschuldig ist. Aber Dario aus Perugia schafft es, Susannas Seele aufzutauen. So weit, so zauberhaft. Zu schön, um wahr zu sein.

Das neue Glück wird nämlich gründlich gefährdet durch die Tat eines alten, verwirrten Mannes. Eine kriminelle Tat mit unabsehbaren Folgen. Bis sich zeigt, dass Jeannettes Melonenkostüm nicht nur für die Bühne taugt....

*

".... dann bekommt der Roman Krimiqualitäten, die sich nahtlos in die milieuscharfen Beobachtungen der anderen Handlungsstränge einfügen. Mit Liebe und Komik sind die Figuren und ihre Entwicklung beschrieben. Mühelos gelingt ihr die Balance zwischen Humor und Anspruch..." (Offenbach-Post)

Lesermeinungen & Bestellen

 

 

 

"Liebe, Tod und viele Kalorien"

"Meine Gene sehen bestimmt aus wie Bierdeckel" behauptet Frau Dr. Imma Markmann. Sie stammt aus einer alten Gastronomenfamilie und ist trotzdem Medizinerin geworden.

Mit fünfzig will es die sehr runde Imma noch einmal wissen: sie trennt sich von ihrem chronisch untreuen Gatten und wendet sich ihrer neuen Liebe zu: einem uralten rheinischen Gasthof.

Besitzerin dieses zweihundertjährigen Prachtstückes mit schlammbrauner Fassade, kaputter Regenrinne und defektem Heizkessel ist die zaghafte Hedwig, die das marode Haus geerbt hat. Hedwig ist ziemlich unpraktisch veranlagt und kann Immas Hilfe gut gebrauchen. Imma will das alte Restaurant wieder in Schwung bringen. Das schafft sie auch. Aber vorher türmen sich die Probleme. Wie kommt sie an den geheimen Safe des Noch-Gatten, der anläßlich der Scheidung behauptet, ganz arm zu sein?

Wo ist das Bargeld, das Hedwigs Erbtante hinterlassen wollte? Wieso kann der nette Bankdirektor Friedemann Standbein nicht weiterhelfen? Wie erzieht man eine dreizehnjährige Holländerin mit blauen Haaren? Fragen über Fragen. Aber keine, die sich nicht bei Rotwein und Sahnesauce beantworten ließe. Ein Roman für Frauen (und Männer!), die verfressen und sentimental sind und genau das mit Humor nehmen.

*

Als Happy-End-Autorin nicht in die Trivialität abzugleiten, ist gar nicht so einfach. In "Liebe, Tod und viele Kalorien" schafft es die Autorin, Rührung durch echte Komik zu brechen, ohne dass es kühl um ihre Gestalten wird. Es handelt sich hier um ein farbiges, warmherziges Buch, mit ungewöhnlichem Sprachwitz und stilistischer Eleganz, an der man die Kabarettistin erkennt. Man legt den Roman einfach nicht mehr aus der Hand, wenn man einmal angefangen hat, ihn zu lesen. " (WDR)

Lesermeinungen & Bestellen

 

 

 

"Ingeborgs Fälle"
Mai 2003, Anthologie,
Fischer Taschenbuch,

darin die Erzählung
"Elfennebel"

Wie bringt man einen Verlag dazu, einen grauenhaft schlechten Roman zu drucken? Ganz einfach, man entführt die Lektorin und erpresst den Verlag. Aber so einfach ist es dann doch nicht, denn offenbar geht es der geheimnisvollen Autorin nicht um Ruhm und Geld, sondern darum, die Menschheit aufzurütteln. Durch die fortschreitende Asphaltierung unserer Lande werden nämlich Wohnstätten von Elfen zerstört und das kann die Autorin nicht hinnehmen; sie hat rege Kontakte zur Elfenwelt...

Eine skurrile, schräge Geschichte, bei der man aus dem Lachen nicht mehr heraus kommt.

Lesermeinungen & Bestellen

 

 

 

Wer will schon einen Weihnachtsmann
Hrgs: Ingeborg Mues, 
November 2001, Anthologie,

darin die Erzählung
"Strenger Engel"

Die kleine Veronika wird von sage und schreibe fünf Tanten groß gezogen, weil ihre Mama im Himmel und der Papa mit einer Ladung Eisenerz vor Narvik gesunken ist. Veronika geht's als fünffache Nichte gut bei den Tanten. Die Tanten scheinen mit ihrem Wollegeschäft ziemlich viel Geld zu verdienen. Bis Veronika eines Tages feststellt, dass an dem Wollegeschäft irgendetwas faul ist. Wieso trägt Tante Dorle lange schwarze Lackmäntel bei der Arbeit im Laden und wieso nennt Tante Marlene jeden Kunden "Schätzchen"?

Die Geschichte entführt uns ins Rheinland um 1950 und sorgt für flächendeckende Heiterkeit.

Lesermeinungen & Bestellen